Freitag, 18. Februar 2011

DamaScenes

Vorab, alle die nicht wissen sollten, wo man mal wieder ein verlängertes Wochenende verbringen könnte...bucht Damaskus! In ein paar Jahren wird vielleicht viel Authentizität verlorengegangen sein, und preislich lebt man als Westeuropäer hier noch wie ein Fürst.

Unsere Hotelempfehlung
Aber es ist natürlich mehr als das, und wie es uns mit Istanbul ergangen ist, sind wir jetzt auch "in love with Damascus". Sechs Tage und Nächte haben wir uns hauptsächlich von der Altstadt verzaubern lassen, und wie es sich für dieses Blog gehört, gibt es einen kleinen Einblick für Euch.

Charming Damascus
Szenenbeschreibung der Enstehung dieses Blogs: Ich sende mit einer extrastarken USB-WIFI-Antenne, die ich von meinem belgischen Freund Marc geliehen habe, in einem seitenoffenen Beduinenzelt, mit Blick auf das Rote Meer, ein herrlich warmes Lüftchen geht, in der prallen Sonne hält man es nämlich nicht aus, aus unserer aktuellen Heimstatt, dem Beduin Moon Village 12km südlich von Aqaba, Jordanien, 15km von der saudischen Grenze entfernt. Am anderen Ufer liegt der Sinai im Dunst, weiter rechts die Shilouette von Eilat in Israel. Die beste Aise von allen kommt in ihrer syrischen Pluderhose aus dem Eumel, in der Hand eine Kanne frischer türkischer Kaffee - heavenly!

Aber wir waren ja in Damaskus. Der Tag beginnt im Handwerker-Suq mit einer spontanen Einladung in eine Bäckerei - wir werden ständig in Bäckereien eingeladen, weil die hier noch was vorzuzeigen haben.

Farsil, der Bäcker
Eine ganze Gruppe von netten und sehr lässigen Syrern ist mit dem Herstellungsprozess befasst. Ein deutscher Hygiene-Beauftragter würde sich bekreuzigen, aber zwei Minuten bei 300 Grad wirken wohl Wunder...


Kein Stress!

Der Herr da auf dem Bild formt die Fladen zwischen Kippe und Tee, und wird auch nicht nervös wenn mal eine Katze über die bemehlte Fläche läuft... Wir kriegen auch 'nen Tee, während wir auf die verschiedenen Fladenbrote warten, die extra für uns in den Ofen geschoben werden (draussen am Fenster stehen Horden von Kunden).

Mal wieder mittendrin
Nach der kleinen Morgenepisode wandern wir durch die verschiedenen Suqs der Damaszener Altstadt, hier gibt es nichts was es nicht gibt, und besonders beeindruckend sind die kleinen Kunsthandwerker, oft nur winzige Einmannbetriebe. Bei dem Herrn, der sündhafte teure Walnussholzkistchen mit perfekt eingelegten Zinnornamenten herstellt, wären wir fast schwach geworden, die Haptik dieser Schachteln ist unglaublich. Viele Läden verkaufen natürlich auch die immer ähnlichen Intarsien- und Perlmuttarbeiten, aber es gibt einige kleine Sensationen darunter.

Damaskus strotzt nicht mit angehäuften Megasehenswürdigkeiten, es ist vielmehr das Gesamtkunstwerk aus schwarz-weisser Altstadtarchitektur, die zu einem guten Teil wieder top in Schuss gesetzt ist...
Medrese
  ...zurückhaltender Sakralbauten, ruhig gestimmt...

Umayaden-Moschee
...und natürlich den Tausenden von kleinen Läden die die Altstadt durchziehen. Brauchst Du mal dringend getrockneten Hai oder Schildkröte...


...guckst Du hier

Tja, und dann begehen wir feierlich unser hundertstes Schachspiel. Die Teehäuser in Damaskus sind der absolute Hit. Absolut relaxte Atmosphäre in alten Altstadtpalästen. Meistens ist der turmhohe Innenhof der Hauptgastraum und dort fühlt man sich wirklich wie in tausendundeiner Nacht, auch tagsüber. Die Luft durchzogen vom Apfel- und Erdbeeraroma der Shishas, junge Syrer in absolut ungezwungener Stimmung, die Abwesenheit von Alkohol ist erstaunlich bei soviel guter Laune.

Stilvoll zum Hundertsten
Wir enden (vorläufig) bei 51:49. Während wir spielen steigt der Geräuschpegel um uns herum stetig an. Eine Gruppe junger Syrer tanzt und singt immer heftiger, und als wir gerade gehen wollen werden wir sofort "abgefangen", und für ein paar Minuten einfach in die Hochzeitsgesellschaft integriert. Hochzeit - das können wir ja noch ganz gut. Wir tanzen syrisch, am hellichten Nachmittag, und tragen ein wenig zur Belustigung der anderen Gäste bei...

Hier geht die Post ab

Wir stehen wieder in den Gassen und atmen erstmal durch. Dann finden wir per Zufall die bekannteste Eisdiele in Damaskus, es gibt nur eine Sorte, aber extrem lecker mit frischen Nüssen oder Pistazien garniert.

Auch das ist Syrien
Und widerstehen kann da natürlich keiner, und ich schon garnicht...

Mjam!
Langsam wird es dunkel in den Gassen von Damaskus. Ständig begegnen uns extrem gutgelaunte Menschen, vor allem junge.

Mercedes Gang
Es wird Zeit fürs Abendessen, in Damaskus bleibt die Eumelküche weitgehend kalt, jedes der Altstadtrestaurants ist ein Erlebnis für sich, und heute stimmt wieder alles. Von den leckeren Meze über den Gratisobstkorb und dem perfekten Kohleservice für die Wasserpfeife (die kostet hier umgerechnet knapp 2 Dollar!, ein Siebtel des Istanbul-Kurses).

Diner Damaskus-Style
Wir nehmen ein Taxi in unseren kleinen Vorort-Slum (nicht wirklich böse gemeint) und schlafen eigentlich nur damit es einen nächsten Tag in Damaskus geben kann. Heute ist dann wirklich auch mal aktives Shopping angesagt, und was kann es anderes sein, als unser drittes Schachspiel, diesmal Grösse...

...XXL
Als wir mal wieder bei einem Händler in der Via Recta, die "gerade Strasse", die die gesamte Altstadt durchzieht, schöne Sachen bestaunen, lernen wir Maria und Bruno aus Dänemark kennen. Buno arbeitet für die dänische Botschaft und dementsprechend kennen sich die Beiden in Damaskus aus. Nebenbei haben sie auch ein Faible für Deutschland, zum Beispiel Freiburg und den Schwarzwald, jawohl, da freut sich der teutonische Traveller doch mal wirklich! Wir verbringen einen sehr schönen Abend im Naranj, ein weiteres Must für Eure nächste Damaskusreise ;)

Hier unbedingt reingehen!
Maria und Bruno haben uns ihren Garten in Damaskus als Eumelbleibe für den Rückweg angeboten, da werden wir wohl kaum widerstehen können...aber jetzt sind wir erstmal nachts durch Jordanien gebrettert, ganz in den Süden, und wie gesagt, siehe oben...

Und für heute verabschieden wir uns stimmungsvoll, während sich der Abendwind über der Wüste erhebt...

Aqaba Moon Rise

Freitag, 11. Februar 2011

Desert Dreams

Palmyra...the bride of the desert, die Schöne der Wüste...alte Karawanenstation, Handelsstadt und heute ein verzauberter Ort, ocker in ocker, und wenn der letzte Touristenbus abgefahren ist, und die Tandverkäufer  in ihre Hütten und Zelte zurückgekehrt sind, herrscht Stille...
 
Palmyra's Ruinen liegen weitverstreut auf einem grossen Areal, daneben hat sich eine neue Stadt gebildet, mit moderatem Tourismus, der sich auf eine Strasse mit Souvenirshops und Restaurants beschränkt. Wir gönnen uns ein Abendessen im Zenobia Cham Desert, eigentlich ein 4-Sterne Hotel mit bewegter Geschichte, französische Adlige verliebt sich in die Wüste und so..., und bei perfektem Service mit Fensterblick auf die angeleuchteten Ruinen sind wir mal wieder begeistert vom Preisniveau, aus irgendwelchen Gründen isst man hier zu den selben Preisen wie in jeder anderen Einfachsttaverne im Ort.
 
Wir haben uns mit Nadine und Jakob inlusive vierbeinigem Kraftpaket Neo aka "Horst" aus Berlin angefreundet, die mit ihrem wüstentauglichen Supertruck gerade auf dem Rückweg aus Ägypten sind, und dementsprechend einiges zu erzählen haben, teilweise sind die beiden unfreiwillig Augenzeugen der Revolte in Kairo geworden, brennende Strassen, absolut unübersichtliche Situationen, aber die Reiseerzählungen und Bilder aus der weissen und der schwarzen Wüste sind atemberaubend, auch wenn solche Touren durch bürokratischen Overkill etwas erschwert werden, nur mit lokalem Führer, teiweise Polizeieskorte, Bakschisch hier, Bakschisch da, usw...
 
Eumel mit Wüstenschiff im Beduinen-Camping
Die ersten Träume von einem Mobil mit vier angetriebenen grossen Rädern kommen auf, und die Hoffnung, dass so manches Land in Zukunft wieder einfacher zu bereisen ist...
 
Wir beschliessen uns zu viert auf die ausgedehnte Besichtigungstour zu machen, Nadine gibt die Reiseleiterin per Guidebook, und wir marschieren die Stätte ab. Und weil wir dank den Beiden jetzt leihweise im Besitz von sehr guten Syrien- und Jordanien-Reiseführern sind, nochmal ein ganz grosses Dankeschön und Blogverewigung an...
 
Nadine und Jakob!
Und jetzt kommt der geneigte Leser nicht umhin, uns ein wenig durch die alten Steine zu begleiten, auch wenn es das Ganze auch im Web zur Genüge gibt (staunst Du hier). Wir beginnen unsere Tour am...

...Baaltempel, dann geht es durch die...

...Kollonadenstraße, zum...

...Theater, und dann ins Tal der Gräber...
Achtung Suchbild

...wo mehrstöckige Grabtürme von aussen und innen zu erforschen sind.
Am nächsten Morgen fahren Nadine und Jakob weiter Richtung Heimat und wir nutzen die herrliche Sonne für einen Nebeneumel-Trip zur Zitadelle und in die umliegende Wüste.


What a day!
Oben von der Zitadelle hat man einen atemberaubenden Blick in die ockerfarbene Landschaft...

What a feeling!
...und einen kompletten Überblick auf Palmyra's Ruinen:

What a view!
Vorbei an etwas aufdringlichen Perlenketten-Verkäufern (nicht viel Kundschaft heute), geht es zurück in den Ort, wo wir ein frisch gegrilltes Hähnchen und einen herrlichen Blumenkohl, nebst anderem Gemüse zur Direktverarbeitung erstehen. Als wir dann in herrlicher Sonne vor unserem Mobil sitzen, kommt ein lustiger Reisebus mit britischem Kennzeichen auf den Platz, so eine Art Alternativ-Busreise durch den Nahen Osten mit einigen jungen Aussies an Bord, die heute nacht im Beduinenzelt neben uns schlafen werden.
 
Das Camp ist auch bemerkenswert, neu für uns ist das unverhohlene Interesse der Bediensteten an unseren Alltagsaktivitäten wie Schuhe schnüren oder Moped abladen. Da steht der Ex-Beduine schonmal minutenlang daneben und schaut sich das an, dass sie nicht mit zum Klo kommen ist alles...wie haben Elke & Bernd vorher per SMS kommentiert, das Camp ist "etwas skurril". Volltreffer. Trotz allem hätten wir nicht gedacht, dass das Stellplatz finden im Orient so einfach ist.
 
Nicht skurril, sondern einfach nur schön ist Palmyra, wenn die Sonne untergeht.
 
Bring on the Night
Am nächsten Morgen verlassen auch wir Palmyra, ein letzter Blick auf das ockerfarbene Märchen, und dann geht es wieder durch die Wüste, die eigentlich eine Halbwüste ist, diesmal Richtung Damaskus. Vorbei am kultigen Bagdad Cafe, im Besitz einer Halbnomaden-Familie, und anscheinend so erfolgreich, dass es auf der Strecke mittlerweile noch zwei Ableger gibt, Bagdad Cafe 55 und Bagdad Cafe 66, das Original ist das mit dem Windrad!

Bagdad Café
Der Cheffe ist echt ein Netter, und wir wollen auf der eventuellen Rückfahrt durch Syrien hier auf jeden Fall mal eine Nacht verbringen. Gudrun darf sich nochmal schnell als Beduine verkleiden...    

Bedouin Style
 ...und wir lernen noch ein vorwitziges Dromedarjunges kennen.
 
Hi!
Eine gute Stunde später erreichen wir die Zivilisation, geprägt durch heftige Industrieanlagen im Norden von Damaskus, bevor wir dann mit nur einmaligem Verfahren, den etwas versteckten New Kaboun Camping in den Aussenbezirken der Stadt entern. Wir sind mal wieder die Einzigen, der Besitzer ist superok, es gibt richtige warme Duschen mit richtigem Strahl, und der erste Eindruck von Damaskus ist vielversprechend, jetzt aber erstmal...

...Blog-Pause! 

Extrafakten für Guido: Haeufigkeit des Wortes "ocker" in diesem Blog-Eintrag: fuenf.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Le Krak Des Chevaliers

Nach unserem vormittäglichen Erholungsschlaf ziehen wir ins Restaurant La Table Ronde, das direkt neben der Burg liegt. Wir stehen auf dem Parkplatz hinter dem Restaurant, haben warme Duschen, Strom - und damit Heizung, es ist hier auf 800m Höhe und den Libanon in Sichtweite doch recht kühl und feucht - und einen sensationellen Blick auf den Krak des Chevaliers (Krak-Info), die besterhaltene Kreuzritterburg der Welt.

Der Krak im Morgennebel
Da wir Zeit haben, und das Wetter heute wirklich unfreundlich ist, vertagen wir die Burgbe-sichtigung auf morgen und richten uns nach einer Einkaufstour im Dorf (Brot wieder geschenkt!, leckere Fallafel probiert, Eier, Gemüse usw. billig im dunklen Market, da dorfweit Stromausfall) im Eumel häuslich ein. Die News aus Ägypten sind ein wenig beunruhigend, aber da wollen wir ja eigentlich auch nicht hin. Dieses Nicht-Wollen ist natürlich nur durch die krassen Einreisebestimmungen und den absoluten Bürokratieoverkill für Individualreisende bedingt, weil die Pyramiden uns so, naja, vergessen wir das. Später folgen noch Ersthanderfahrungen von Wüstentravellern, aber heute werden wir per Telefon und SMS ferninformiert, da wir sonst keine Nachrichtenlage haben.

Natürlich gibt es auch Überlegungen, die arabische Welt wieder zu verlassen, aber bisher gibt es noch keine Anhaltspunkte, dass Syrien irgendwie betroffen ist. Am nächsten Morgen vergessen wir bei strahlender Sonne sowieso alle Bedenken, und machen uns auf zur Beischtigungstour. Interessanterweise scheinen alle Sights in Syrien 150 Pfund - rund 3 Dollar- Eintritt zu kosten, für Syrer aber nur 15, was solls.  

Tja, was solls?
Dann der Krak, innen wie aussen wirklich gut in Schuss, da er nicht nur der relativ kurzen Kreuzfahrerepisode gedient hat, sondern auch von Arabern, Mamelukken und später den Osmanen gedient hat. Strategisch ist er wohl gut gelegen, aber auch von unseren Eindrücken her grossartig.
Hauptburg
Wir streunen lange durch Gänge, Säle und über die Zinnen, dabei stossen wir uns häufiger mal die Schienbeine an, wenn ihr mal hinkommt, Taschenlampe nicht vergessen!

Im Krak
Hier in Syrien hat die Reise jetzt irgendwie Standardtouri-Charakter bekommen, da wir aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten eumeln. Denoch beneiden wir die anderen nicht, die per Bus mal hier mal dorthin gekarrt werden, kurz raus, Beischtigunstour, Fotos, Souvenirs und weiter...wir haben doch deutlich mehr Zeit.
Am Abend speisen wir im Table Ronde, und zu Hummus, Tabouleh und Lammspiessen gibt es einen wirklich hervorragenden libanesischen Rotwein - Chateau Ksara - der erste gute seit Monaten. Als nächstes Ziel haben wir uns Palmyra ausgesucht, wir wollen jetzt endlich mal in die Wüste.

Am nächsten Morgen sind wir zeitig auf der Piste, und freuen uns wieder auf der guten alten Adventure Drive-Strecke zu sein, wobei durch die Lage in Ägypten und Sudan der Weg nach Südafrika derzeit wohl extra adventurous ist...

Tendenziell Richtig
Zunächst müssen wir an Homs vorbei, einer grösseren Stadt, die innerhalb von Syrien den Status von Ostfriesland geniesst, gleichzeitig soll es hier aber auch die hübschesten Frauen Syriens geben. Wir sehen erstmal eine Ölraffinerie, falls die lieben Ex-Kollegen da mal wegen Prozessoptimierung vorstellig werden wollen...

Kundschaft?
Aus Versehen landen wir dann mitten in Homs, wobei man mir jetzt Absicht unterstellen könnte, wegen den Legenden, aber Frauen - insbesondere im noch heiratsfähigen Alter - sieht man in den Strassen sowieso nicht, dafür aber auch keine englischen Beschilderungen mehr, was die Weiterreise etwas chaotisch gestaltet.

Lost In Homs
Wir zuckeln so aus Versehen zweimal quer durch die Innenstadt, und schnappen ein bisschen Homser Alltagsleben auf.

Les Hommes d'Homs
Durch das ganze Rumgeeiere steht die Tanknadel plötzlich bedrohlich niedrig und ausgerechnet jetzt lernen wir, dass die Dieselversorgung auch in der Nachbarschaft einer Raffinerie nicht an allen Tanken gegeben ist. Mit zunehmender Nervosität klappern wir vier Tankstellen ab, bis uns endlich und gerade noch rechtzeitig geholfen wird. Jetzt werden auch die Reservekanister gefüllt, schliesslich geht es jetzt strack in die Wüste.

Endlich!
Richtung Palmyra, wir haben die richtige Strasse gefunden, und die Landschaft ändert schnell ihr Gesicht. Alles wird zunehmend ockerfarben.

Field Hut

Wir freuen uns, nach knapp 6 Monaten Reisezeit zum erstenmal in der Wüste zu sein. Andere schaffen das mit dem Fahrrad vielleicht schneller...

This is Hardcore!
 Es wird einsam, ab und zu zweigen Stichstrassen bzw. Pisten zu irgendwelchen Öl- und Gasförderungen ab, wir passieren eine Militärstation wo altertümliche Radarwagen ihre Antennen munter drehen. Die Sonne scheint, und die Wüste zeigt ihr schönes Gesicht, endlich eine Ahnung des Nichts, nach der ziemlich heftigen Zersiedlung der Küstenregion Syriens.

Desert Road
Dann kommt die letzte Abzweigung, Schilder Richtung Iraq und Bagdad lassen einen wehmütig werden, es soll wohl mal Zeiten gegeben haben, als irgendwelche Freaks in VW Bullys locker da rüber geschippert sind, die Welt ist verdammt eng geworden. Nix Bagdad, links nach Palmyra.

Crossroads
Dann kommt die Zitadelle in Sicht, ockerfarben auf einem ockefarbenen Hügel, Palmyra ist erreicht. Über eine breite Strasse rollen wir ein, links und hinten der neue Ort und rechts ein riesiges Ruinengebiet. Wir fahren mittenrein. Umrundet von wirklich schönen alten Steinen werden wir schnell von einem Einheimischen aufgetan, der uns zielstrebig zu einem kleinen Camp führt, direkt am Baaltempel, was für ein cooler Standplatz!

Ankunft in Palmyra
Und weil Palmyra so schön ist, bekommt es natürlich ein Extrablog, in Kürze...

Dienstag, 8. Februar 2011

The Oriental Touch

Die Einreise nach Syrien, ein...
...knochentrockenes Geschäft!
Natürlich haben wir es dann doch geschafft, naja, so natürlich dann auch wieder nicht. Die Ausreise aus der Türkei gestaltete sich erwartungsgemäss simpel, und nach knapp fünfzehn Minuten standen wir vor der ersten von drei syrischen Schranken.

Linkerhand das Immigration Center, ein grosser kühler Raum mit zwei langen marmornen Tresen, einer für die Ein- und einer für die Ausreise. Überall grosse Porträts des Herrn Präsidenten, manchmal auch im Doppelpack mit dem verstorbenen Vater. Wir schreiten lächelnd und mit einem Salem Aleikum auf den Lippen auf den Einreiseschalter zu, wo ein eigentlich ganz nett aussehender Herr mittleren Alters mit breiten hellblauen Schulterklappen und drei Sternen auf dem Ärmel uns mit einem süsssauren, gelangweilten Blick grusslos empfängt.

Seine erste Frage gilt erwartungsgemäss unserem Visum und als wir verneinen, wird uns bedeutet, dass wir uns zwingend in einer der syrischen Vertretungen in der Türkei um ein Visum hätten bemühen müssen, also in Istanbul, Ankara oder Gaziantep. Keiner dieser Orte ist näher als eine Tagesreise und zwei Tankfüllungen von unserer derzeitigen Position entfernt.

Wir schlagen unabgesprochen eine Doppelstrategie ein, während Gudrun dem Zöllner, der eigentlich wirklich wie ein netter Onkel aussieht (mich erinnert er auch an einen amerikanischen Komiker, aber ich weiss nicht an wen genau), versucht zu erklären, dass wir durchaus das syrische Konsulat in Istanbul um ein Visum ersucht haben, man uns dort aber bedeutet hat, dass wir dieses an der Grenze erhielten (eine sehr optimistische Auslegung des Wortes "maybe", das uns dort entgegengelächelt wurde), versuche ich beharrlich zu bleiben, und monologisiere die Tatsache, dass Freunde von uns letzte Woche ebenfalls visumslos den Grenzübertritt bewältigt haben.

Obwohl meine Argumentation der Wahrheit entspricht, scheint es mir, dass Gudruns Worte "Istanbul embassy said we get visum at the border" mehr Durchschlagskraft besitzen. Der nette Onkel, immer noch bemüht offiziell, murmelt etwas von strikten Regeln aus Damaskus und lenkt unseren Blick auf die grosse Tafel an der Wand hinter uns, die die syrischen Einreiseregeln in arabisch und englisch auflistet. Neben der grundsätzlichen vorab-Visumsanforderung für alle Staatsbürger, die über eine syrische Vertretung in ihrem Heimatland verfügen, wird dort erklärt, dass man das Fahrzeug mit dem man einreist auch wieder zur Ausreise zu benutzen hat, dass Grenzvisa maximal 15 Tage gelten, und neben einer Ausreisegebühr von 550 syrischen Pfund - 12 Dollar - wird Mann auch auf die Tatsache hingewiesen, dass die Ehefrau die nach Syrien eingeführt wird, ebenfalls wieder ausgeführt werden muss. Da bin ich aber froh, in den nächsten zwei Wochen kann mir mein Frauchen also nicht abhanden kommen - insofern wir reingelassen werden.

Der nette Onkel zeigt immernoch sein Zahnschmerzgesicht, aber dann zückt er sein Mobiltelefon und beginnt ein arabisches Gespräch mit einem uns unbekannten, vielleicht auch nicht vorhandenen Gesprächspartner. Kurz darauf bedeutet er uns auf einem der Sessel an der Längswand, die teilweise noch in ihre Schutzfolie eingeschlagen sind, Platz zu nehmen. Wir bekommen ein besseres Gefühl. Kurz darauf sind wir erleichtert, denn Onkelchen zeigt auf die dritte Zeile einer arabischen Preisliste, und wir verstehen, dass ein 15-Tage-Visum für uns heute für 32 US-Dollar pro Nase angeboten wird. Super, billiger hätten wir es in Deutschland wahrscheinlich auch nicht bekommen.

Daraufhin müssen wir 64 Dollar in der Bankfilialie gegenüber einzahlen, und mit den Belegen zurückkommen. Leider haben wir uns nicht getraut, bzw. nicht dran gedacht, in der "Bank" ein Foto zu machen, es war eine kleine Zelle mit einem offenen Safe aus dem 19. Jahrhundert, in dem einige Dollar- und Pfundnoten lagerten, ein weiterer netter Onkel, der offensichtlich auch mal ein Nickerchen in der Zelle macht, denn es stand auch ein Bett darin.

Immerhin verfügt der Onkel über einen Computer inklusive Nadeldrucker und so ist der Einzahlvorgang nach 10 Minuten erfolgreich abgeschlossen. Wir tapern zurück ins Immigration Center und erhalten die ersten Stempel in unsere Pässe. Nun dürfen wir die blauen Einreisekarten ausfüllen. Wir sind zu- aber noch nicht eingelassen, dürfen aber die beiden Eumels bis zur nächsten Schranke vorfahren.

Dort wartet ein gutgelaunter junger Mann auf uns, der zwar keinerlei Uniform trägt, aber anscheinend für alle weiteren Zollformalitäten zuständig ist. Er wird für die nächsten eineinhalb Stunden unser exclusiver Übertrittsmanager.

Zunächst erfolgen Aufklärungsgespräche bezüglich der zu erwartenden Kosten, und die Empfehlung vom 15-Tage-Visum höchstens 14 im Land zu bleiben, da die horrende Dieselsteuer pro Woche veranschlagt wird. Nach dem netten Beisammensein mit dem jungen Mann wissen wir, dass wir nun ein paar hundert Dollar loswerden. Es geht zur Bank, wobei wir auf dem Weg nochmals vom Gehilfen des ersten Onkels abgefangen werden, da vergessen wurde den Nebeneumel ebenfalls in den Pass einzutragen. Das wird im Stehen nachgeholt.

Beim Bankonkel werden nun vier Zahlungsvorgänge abgewickelt, zuerst wird ein Gesamtpreis (Steuen und Versicherungen für beide Fahrzeuge) von 375 Dollar angeboten, worauf der junge Mann den Bankonkel mit Schrecken auf einen Fehler? hinweist, und der Betrag lächelnd auf 575 Dollar erhöht wird. Grinsend erklärt er uns, die 375 Dollar wären "good for you, but bad for me". Was immer das heißen mag. Die vier Einzahlbelege werden wir nie zu Gesicht bekommen, da ist der junge Mann geübt drin.

Damit aber nicht genug, nun geht es in einen anderen Verschlag und ein dritter Onkel wird aus seinem Fernsehzimmer geholt. Es heisst die Versicherungsbelege zu erstellen und auszudrucken. Ein Vorgang der durchaus wieder eine halbe Stunde vernichtet. Der junge, freundliche Zollmanager erklärt uns das dieser Onkel neu in seinem Job ist, und geht ihm auch bei der Computerarbeit gerne zur Hand.

Schöne arabische Formulare werden gegen amerikanische Dollars auf brandneuer HP-Hardware ausgedruckt und wir denken ein wenig an die syrische Aversion gegenüber amerikanischen Staatsbürgern. Wir sind nun hoffnungsvoll, das Prozedere überstanden zu haben. Nicht ganz. Es ist nun die Aufgabe des jungen Mannes die Inhalte aller acht Zettel, die sich in seinen Händen angesammelt haben, handschriftlich in grosse Kladden zu übertragen, wobei wir auch noch mehrfach unsere Namen und Adresse nennen müssen, ins Arabische übertragen sieht das ganz lustig aus. Der manuelle Prozess findet selbstverständlich im eigentlichen Zollhäuschen statt, in einem noch kargeren Verschlag mit einem Tisch, einem Stuhl und einem Stahlrohrbett. Wir dürfen auf dem Bett sitzen, das bedenklich ächzt.
Während so die Zeit vergeht, erscheinen diverse andere Grenzüberschreiter aus allen möglichen arabischen Ländern, die ebenfalls dicke Kladden mit sich führen, Carnets de Passages für die Fahrzeuge und so, diese Leute zahlen kleine Beträge, die ein zweiter Zöllner jeweils zwischen zwei Migräneanfällen in eine Schublade fallen lässt.

Den kleinen Betrag müssen wir dann endlich auch noch zahlen, circa 10 Dollar für die Stempelarbeit in den Kladden. Mit einem Lächeln heftet unser Exclusivbeamter unseren Packen zusammen und wir sind nun wirklich abgewickelt. Wir dürfen zur dritten Schranke fahren, wo der Haupteumel noch einer sporadischen Innenbesichtigung unterzogen wird, drei Schubladen werden geöffnet, ein kurzer Blick unter die nassen Feudel im Spülbecken, keine weiteren Fragen, welcome to Syria. Die letzte Schranke öffnet sich. Es wird dunkel.

Als erstes füllen wir unseren leeren Tank auf, und holen uns den ersten Teilbetrag der Dieselsteuer wieder zurück, rund 20 Euro für 65 Liter Diesel, das ist ja mal was. Wir können also fahren, fahren, fahren, schade das Syrien garnicht so gross ist. An der Tankstelle werden wir dann nochmal von einem Grenzbeamten heimgesucht, der aber in der falschen Annahme ist, der Nebeneumel wäre passmaessig vergessen worden, wir zeigen ihm den hingekritzelten Eintrag und er ist zufrieden. Jetzt geht es erstmal küstennah nach Lattakia, und dann weiter nach Al-Haffeh, zu unserem ersten Kulturstopp, der Saladinsburg (Burginfo hier).

Lattakia ist eine ganz schön muntere Stadt, verkehrsmässig problemlos, da breit gebaut, und die Beschilderung in Englisch ist auf den Hauptstrecken eigentlich ganz ok. 

Lattakia Traffic

Als wir danach im Dustern über Nebenstrassen eumeln, müssen wir doch ein paar Mal fragen, und dann kommen wir der Burg näher, aber die Strasse wird abenteuerlich. In steilen, engen Kehren geht es nach der letzten Siedlung abwärts, uns gegenüber liegt nur ein dunkles Nichts, wahrscheinlich die Burg. Wir erreichen die Talsohle und vor uns führt ein Brückchen über einen kleinen Canyon. Stopp. Situationscheck.

Ein Auto, ein kleines Taxi, kommt von der anderen Seite hinunter. Der Fahrer hält und spricht auch ein paar Brocken Englisch. Der weitere Weg wäre nichts für uns, und er empfiehlt uns zu drehen, und oben neben dem Hotel zu campieren. Ist uns eigentlich ganz recht, und er hilft uns beim engen Wendemanöver vor der Brücke und geleitet uns dann wieder den Berg hinauf zum Hotel, wahrscheinlich das mit Burgblick, hatte ich in Fergis Syrien/Libanon Reiseführer gelesen. Für uns Ungeübte und des Arabischen unmächtige sind Hotels und Restaurants nicht immer einfach zu identifizieren, da selbst an grösseren Sehenswürdigkeiten keine wirkliche Ausrichtung auf europäische Touristen spürbar ist, das Gros stellen wohl wohlhabende Reisende aus anderen arabischen Ländern, wie uns später der Hotelmanager erklärt.

Wir kommen also am Hotel "Sal Addin" an, und bekommen Stellplatz, Dusche und Frühstück für 15 Euro angeboten. Tamam. Wir sind happy, essen noch was aus den Vorräten, trinken eine halbe Flasche Restrotwein und schlafen lang und gut, weil früh. Am nächsten Morgen stehen wir um sechs Uhr auf, aber nur weil wir dachten es wäre sieben, und wir uns um acht zum Duschen angemeldet hatten. So schaut der Hotelmanager etwas verdutzt, aber die Frühstückstische sind auch schon gedeckt, und da die Tage noch immer nicht lang sind, ist es gut früh anzufangen. Wir lassen uns mit allem Zeit und nach dem ersten syrischen Frühstück (kein Grund für Jubelarien) marschieren wir bei kühlen Temperaturen aber Sonnenschein den Canyon wieder runter, diesmal die imposante Saladinsburg im Blick.

Qal'at Salah ed-Din
Es zeigt sich, dass der Besuch lohnt, denn das Bauwerk ist wirklich sehenswert, ein in knapp hundert Jahren handgeschlagener, rund fünfzig Meter hoher Felsgraben trennt Burg und ehemals byzantinisches Dorf, so war die Burg bei eingefahrener Zugbrücke uneinnehmbar.

Ziemlich hohle Gasse
Auch das Innere der Burg ist toll, und dank der doppelten Ausschilderung lernen wir heute morgen auch gleich die arabischen Ziffern. Wir teilen uns die Burg heute morgen mit drei, vier japanisch-italienischen Touristinnen und es ist ein herrlich sonniger und entspannter Tag.
Arabisch für Anfänger
Beim Verlassen der Burg bekommen wir vom freundlichen Personal noch einen Tee angeboten und aus Faulheit nehmen wir für den Rückweg ein Taxi, wie erwartet werden wir nach kurzem Fussweg aufgesammelt.


Nochmal Burg und eins...



...von der Eintrittspreisverhandlung mit den Burgältesten

Da es erst Mittag ist, beschliessen wir heute noch eins dranzuhängen, was sich später als Fehler erweist, denn zweimal alte Steine an einem Tag ist einmal zu viel. Zum zweitenmal donnern wir durch Lattakia um im nördlichen Strandbereich (hier im Volksmund "Cote d'Azur" genannt) den Weg zur uralten Stätte von Ugarit (hier werden Sie auf Wunsch weitergebildet) zu finden, wo unter anderem bereits die Hetither hausten.
Grosse Worte werden hier...

...gelassen ausgesprochen
Dem Alter von über 3000 Jahren entsprechend ist der Zustand der Bauwerke. Wir sehen Fundamente von Königspalast und Baal-Tempel, Wohnhäuser mit persönlichen Gruften und ein Abwassersystem. Auch hier spazieren wir fast allein durch die Stätte.

Staunenswertes in Ugarit
Und wie gesagt, bei Übertreibung bekommt man leicht eine Überdosis "Staahuufe", wie der Südschwarzwälder sagt. Diese Überdosis kuriert man am Besten mit urbanem Puls, also geben wir uns nun Lattakia die Dritte, nochmal Nord-Süd, zur Rush-Hour, und das am Tag vor dem Freitag, dem muslimischen Wochenende...

Da es schon dämmert wollen wir nicht mehr weit fahren, und finden mit Jableh ein Küstenstädtchen mit annehmbarer Promenade und einem römischen Theater, umgarnt von einem kleinen Suq (Basar), Fischmarkt und authentischen Backstuben. Wir suchen uns ein paar leckere Teilchen aus, und staunen ganz schön als man kein Geld will, aber die vielköpfige Belegschaft gerne aufzählt welche Bundesliga-Vereine sie kennt, z.B. Borussia Dortmund, akzentfrei ausgesprochen.

Am südlichen Ende der Promenade ist ein grosser Parkplatz, es ist ruhig, und wir vertilgen die ebenfalls erworbenen syrischen Pide-Pizzen mit Lammhack und Petersilie, die mussten wir bezahlen, vier Stück für gut einen Euro, bevor Gudrun ziemlich früh die Äuglein schliesst, und ich wegen anschwellendem Aussenlärm inklusive einem Hochzeitskonvoi doch länger als gedacht den Herrn Grass beim Zwiebelhäuten begleite, dachte das macht mich schneller müde.

Dann ist es kurz vor vier und es hämmert an unsere Tür. Wir sind ziemlich schläfrig und vermuten erstmal, dass jemand ein Problem mit unserem Standplatz hat, oder die Polizei sich mal die lustigen Vögel aus Deutschland ansehen will. Aber es ist etwas ernster, drei Syrer stehen vor dem Mobil und gestikulieren und reden auf Arabisch auf uns ein. Ich soll raus kommen, und das Wort "Moto" verstehe ich im Redeschwall, irgendwas mit dem Nebeneumel. Ich springe barfuss raus und laufe nach hinten, dann wird langsam klar, dass die Jungs vier andere Typen beobachtet haben, die tatsächlich während wir schlafen das Motorrad klauen wollten. Zum Glück sind sie nicht weit gekommen, und ich muss nur die Gurte neu befestigen. Schwein gehabt! Wir laden unsere Helden zum Gutenacht-Tee mit Keksen ein, sie wollen dann noch mit uns zu Hause Alkohol trinken gehen, wie bitte?, aber das lehnen wir dann doch lieber ab.

In Jableh hält uns jetzt nichts mehr und wir machen uns im Dustern auf die Socken, Richtung Süden, den Krak des Chevaliers, eine der Hauptsehenswürdigkeiten Syriens. Auf der gut befahrbaren Autobahn zwischen Lattakia und Damaskus zockeln wir ganz langsam und gemütlich dem Sonnenaufgang entgegen, bauen unseren Schreck ab und erreichen den Krak bei Kälte und Regen morgens um halb acht.

Dorf am Krak
Hier ist es wirklich ruhig und wir holen auf einem Riesenparkplatz oberhalb der Burg erstmal drei Stunden Schlaf nach, machen uns 'nen leckeren VIP löslich, und dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Computer Yok

...das bedeutet, "Computer is nich", und da es sich dabei um das türkische Grenzsystem handelt, sind wir erstmal in einer Warteschleife vor der syrischen Grenze. Wır schleifen uns also von Tee zu Tee, weil es so schoen heisst "Abwarten, und..."